Rezeptideen - aus dem Garten in die Küche!

Heimlicher Star in der Küche: Die Zwiebel

 

Die Zwiebel fehlt in keiner Küche und gehört in viele herzhafte Gerichte. Gelegentlich spielt sie sogar eine Hauptrolle, zum Beispiel im Zwiebelkuchen. Wenn sie fehlt, geht eine wesentliche Geschmackskomponente ab. Schon im alten Ägypten spielte sie gemeinsam mit dem Knoblauch eine wichtige Rolle in der Ernährung der Menschen. In den letzten 20 Jahren hat sich ihr Prokopf- Verbrauch vervielfacht und liegt derzeit bei ca. 8 kg.

 

Die Zwiebel ist beinahe unbemerkt auch Heilpflanze (des Jahres 2015). Sie wirkt antiviral, antibakteriell, immunstärkend und antioxidativ. Sie enthält unter anderem Glucosinolate, die auch verantwortlich sind für den charakteristischen Geschmack und den Geruch der Zwiebel, der unsere Schleimhäute reizt und uns mitunter zum Weinen bringt. Dagegen hilft,
bei der Verarbeitung die Fenster zu öffnen und die Zwiebel vor dem Schneiden kurz mal abzuspülen sowie beim Schneiden - anstatt durch die Nase - durch den Mund zu atmen. Völlig vermeiden lässt sich dieser Effekt allerdings nie.

 

Die Glucosinolate sind es aber auch, die Hausmitteln wie dem Zwiebelsaft (ein Sirup aus gekochten Zwiebeln mit Zucker oder Honig) zu ihrer guten Wirkung verhelfen, zum Beispiel gegen Husten. Die Zwiebel enthält außerdem viele Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Zink, Eisen, Jod und Selen. In Frühlingszwiebeln ist zudem das Provitamin A (Beta-Karotin) enthalten.

 

Zwiebeln sind in der Regel sehr haltbar und haben bei uns das ganze Jahr Saison. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass sie prall und trocken sind. Sie dürfen sich nicht weich anfühlen und keine grünen Spitzen haben. Man sollte sie trocken, kühl und in Netzen oder Körben aufbewahren, auf keinen Fall in Plastiktüten - darin können sie faulen und schimmeln. Angefaulte Zwiebeln immer aussortieren.

 

Das Wichtigste beim Zwiebelschneiden ist ein scharfes Messer. Durch einen scharfen Schnitt bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe der Zwiebel erhalten. Wird sie eher gequetscht, so tritt Saft aus und bleibt auf dem Schneidbrett zurück. Man sollte sie auch nicht hacken oder mit einem elektrischen Gerät wie einem Pürierstab zerkleinern: Dadurch kann sie bitter im Geschmack werden. Außerdem sollte man rohe Zwiebeln sofort mit der Salatsoße vermischen; auch das verhindert, dass ein bitterer Geschmack entsteht. Bitter können sie
überdies werden, wenn man sie zu scharf anbrät. Besser also unter ständigem Wenden anbraten und nicht zu braun werden lassen! Für Salate, die länger durchziehen müssen oder besser verträglich sein sollen, verwendet man am besten Zwiebeln, die zuvor kurz blanchiert wurden.

 

Bianca Wissel

Zwiebelfleisch

(Titelbild oben)

 

Zubereitung

Die Zwiebeln schälen und würfeln (oder in Scheiben schneiden). Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Paprika und Chilischote waschen, putzen und fein würfeln. Das Fleisch fein würfeln, mit den Zwiebeln und dem
Knoblauch im Öl anbraten, bis es goldbraun ist. Paprika und Chilischote zugeben und kurz weiterbraten. Nach Geschmack würzen. Sofort zu Tisch geben. Den gekühlten Joghurt mit etwas Salz und Pfeffer würzen und dazu
reichen. Dazu passen gut Brat- oder Salzkartoffeln, Brot oder Reis.

 

Zutaten

200 g Zwiebeln, 1-2 Knoblauchzehen, 1/2 rote Paprika, evtl. rote Chilischote,
500-750 g gegartes Suppen- oder Bratenfleisch, 3-4 EL Öl, Pfeffer, Salz, Thymian, 1/2 TL Ras el Hanout, 500 g Joghurt

Zwiebelsuppe

 

Zubereitung

Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe
schneiden. Butter/Margarine in einem Topf
zerlassen. Die Zwiebelringe bei schwacher Hitze weich schmoren, nicht bräunen lassen. Das Mehl darüber stäuben, die Gemüsebrühe und den Wein zugießen. Dann den Thymianzweig und die Gewürze zugeben. Die Suppe ca. 75 Minuten zugedeckt köcheln lassen und dann abschmecken. Den Backofen auf 220°C vorheizen. lnzwischen
die Brotscheiben im Toaster rösten. Dann das Brot in feuerfeste Suppentassen legen. Die Suppe über die Brotscheiben gießen und mit dem Käse bestreuen. Die Suppentassen auf der mittleren Schiene in den Backofen stellen und die Suppe ca. 5-7 Minuten überbacken, bis der Käse goldbraun ist.

Sofort zu Tisch geben.

 

Zutaten

500 g Zwiebeln, 30-50 g Butter (oder Margarine), 1 EL Mehl, 800 ml Gemüsebrühe, 200 ml trockener Weißwein, 1 Zweig Thymian, Salz, Pfeffer, 4-6 dünne Scheiben Baguette, ca. 100 g Gruyere-Käse

Zwiebelkuchen vom Blech

 

Zubereitung

Mit dem Mehl, Hefe, Zucker, Salz und Wasser einen Hefeteig herstellen und an einem warmen Ort abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Das Dörrfleisch in 7 EL Öl anbraten, bis es goldbraun ist. Danach umfüllen und beiseite stellen. Die Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden. In den Topf, in dem das Dörrfleisch angebraten wurde, das restliche Öl geben, die Zwiebeln darin andünsten, Wein und Gewürze zugeben und weiter dünsten, bis die Zwiebeln weich sind. Kurz abkühlen lassen. Eier, Schmand, Salz und Gewürze mit dem Handrührgerät gut verschlagen. Den Hefeteig auf einem gefetteten Blech ausrollen. Die Zwiebeln darauf verteilen und die Eiermasse darüber gießen. Nochmals 70-75 Minuten gehen lassen. Dann bei 180°C (Umluft) ca. 25-30 Minuten backen. Sofort zu Tisch geben. Dazu passt ein grüner Salat.

 

Zutaten

Hefeteig: 400 g Dinkelmehl (1050er), 20 g frische Hefe, 2 TL Zucker, 1/2 TL Salz, 1/4 L lauwarmes Wasser, etwas Margarine für das Blech

 

Belag: 150 g Dörrfleisch (fein gewürfelt), 2 EL Öl, 750 g Zwiebeln, 100 ml trockener Weißwein, Salz, Pfeffer, Kümmel (nach Geschmack), evtl. Chilipulver, 1 TL Zucker, 4 Eier, 200 g Schmand

Zwiebel-Zucchini-Puffer

 

Zubereitung

Die Zucchini waschen und grob reiben. Die
Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Paprika waschen, putzen und ebenfalls fein würfeln. Zucchini, Zwiebeln, Paprika, Grieß, Käse, Eier, Petersilie, Gewürze mischen und die Masse 75 Minuten quellen lassen. Das Öl in der Pfanne erhitzen und kleine gold-gelbe Puffer backen. Dazu passt gut grüner Salat.

 

Zutaten

500 g Zucchini, 500 g Zwiebeln, 1 rote Spitzpaprika, 150 g Dinkelgrieß, 150 g Maisgrieß, 200 g geriebener Käse, 4 Eier, 1-2 EL Petersilie (gehackt), Salz, Pfeffer, evtl. Chilipulver, Öl zum Braten

Überbackene Zwiebeln

 

Zubereitung

Zwiebeln schälen (größere Zwiebeln halbieren) und in Öl leicht anbraten. Etwas Wein oder Wasser zugeben, würzen und etwa 70 Minuten bei geschlossenem Deckel dünsten, bis sie weich sind. Dann die Zwiebeln in
eine gefettete Auflaufform geben.

Sahne und Eier verquirlen, Gewürze zugeben und über die Zwiebeln verteilen. Käse darüber streuen und Butter in Flocken darauf setzen. Bei 200°C Umluft ca. 20-25 Minuten überbacken. Passt gut zu Fleischgerichten.

 

Zutaten

600-700 g kleine Zwiebeln, 1-2 EL Öl, 100-150 ml Weißwein, 1/4 L Sahne,

4 Eier, Salz, Pfeffer, 100 g geriebener Käse, 50 g Butter

Griechischer Bauernsalat

(ohne Bild)

 

Zubereitung

Salat putzen, zerkleinern, waschen und abtropfen lassen. Die Tomaten ebenfalls waschen, Stielansätze entfernen und achteln. Die Gurke waschen, schälen und in Scheiben schneiden oder würfeln. Die Paprikaschote halbieren, Stielansatz, Rippen und die Kerne entfernen, waschen und in Streifen schneiden oder würfeln. Zwiebeln in Ringe schneiden, den Knoblauch durchpressen. Eine Marinade herstellen und die vorbereiteten Salatzutaten mit der Soße mischen. Den Schafskäse zerbröckeln und über den Salat
streuen.

 

Zutaten

1 kl. Salat, 2-4 Tomaten, 1 kl. Salatgurke, 1 Paprikaschote, 2-3 rote Zwiebeln,

1-2 Knoblauchzehen, 150-200 g Schafskäse


Marinade: Salz, Pfeffer, 2-3 EL Rotwein, 1/2 TL getrockneter Oregano, 4 EL Olivenöl, 2-3 EL Essig